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Der Schlag des Fangschreckenkrebses: Wie schnell und wie stark ist er?
Er ist kaum so lang wie deine Hand, aber er hat einen der schnellsten Schläge der Welt. So funktioniert der K.-o.-Schlag des Fangschreckenkrebses.
Gäbe es eine Box-Weltmeisterschaft der Tiere, würde der Fangschreckenkrebs in der ersten Sekunde gewinnen. Dieses bunte kleine Krebstier hat einen der schnellsten Schläge im Tierreich – stark genug, um Schneckenhäuser zu zertrümmern, Krabbenpanzer zu knacken und sogar Aquarienglas zu zerbrechen. Wie schnell und wie stark ist er also wirklich?
Zertrümmerer und Speerer
Es gibt rund 450 Arten von Fangschreckenkrebsen, und sie lassen sich in zwei Haupttypen einteilen. Speerer haben stachelige Fangarme mit Widerhaken, um weiche Beute wie Fische aufzuspießen. Zertrümmerer wie der berühmte Pfauen-Fangschreckenkrebs haben keulenförmige Arme, um hartschalige Beute zu bearbeiten. Wenn vom Schlag des Fangschreckenkrebses die Rede ist, sind die Zertrümmerer gemeint.
Wie schnell ist der Schlag?
Lächerlich schnell. Die Keule erreicht unter Wasser Geschwindigkeiten von rund 23 Metern (75 ft) pro Sekunde, etwa 80 km/h. Sie beschleunigt über 10.000-mal stärker als die Erdanziehung, und der ganze Schlag ist in wenigen Tausendstelsekunden vorbei. Das ist um ein Vielfaches schneller, als du blinzeln kannst.
Der schnellste Schlag im Ozean gehört einem Tier, das so groß ist wie deine Hand.
Wie stark ist er?
Ein einziger Schlag kann eine Kraft von über 1.000 Newton entfalten, viele Hundert Mal das eigene Körpergewicht des Krebses. Für einen Menschen wäre das, als würde er so hart zuschlagen, dass ein Auto wegfliegt.
Das Geheimnis: Feder und Sperrklinke
Muskeln allein können sich nicht so schnell bewegen. Stattdessen nutzt der Fangschreckenkrebs einen cleveren Trick. Ein sattelförmiges Teil seines Arms funktioniert wie eine Feder. Der Krebs spannt sie langsam mit seinen Muskeln, während eine Sperrklinke den Arm festhält. Löst er die Sperre, wird die ganze gespeicherte Energie auf einmal frei – wie bei einem Bogen, der einen Pfeil abschießt.
Der Schlag, der zweimal trifft
Die Keule bewegt sich so schnell, dass sie im Wasser einen Unterdruckbereich erzeugt, in dem winzige Blasen entstehen. Wenn diese Blasen in sich zusammenfallen, setzen sie einen Energiestoß, Hitze und sogar einen schwachen Lichtblitz frei. Dieser Effekt heißt Kavitation. Die Beute wird also zweimal getroffen: einmal von der Keule und einmal von den zusammenfallenden Blasen.
Seltsam, aber wahrSpeerer-Fangschreckenkrebse haben bei Fischern und Tauchern einen Spitznamen: „Daumenspalter“. Heb einen unvorsichtig auf, und du weißt, warum.
Eine Keule, die nicht zerbricht
Warum zersplittert die Keule nach Tausenden Schlägen nicht? Weil sie aus Faserschichten besteht, die spiralförmig verdreht sind, sodass sich Risse nicht ausbreiten können. Ingenieure untersuchen sie, um widerstandsfähigere Materialien zu entwickeln, etwa für Helme und Schutzwesten.
Das Fazit
Der Schlag des Fangschreckenkrebses ist die perfekte Mischung aus Tempo, Kraft und cleverer Technik. Übrigens ist er gar keine Garnele: Fangschreckenkrebse sind eine eigene, uralte Gruppe von Krebstieren. Entdecke weitere Tiere mit echten Superkräften in unserer Sammlung Superkräfte.
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