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Bärtierchen auf einem moosgrünen Blatt mit rundlichem, durchscheinendem Körper, kurzen Stummelbeinen und rundem Mund vor dunklem, nebligem Hintergrund

Bärtierchen (Tardigrada): Das fast unzerstörbare Wasserbärchen

Tardigrada (a whole group of about 1,300 species)

Winzig. Pummelig. So gut wie unkaputtbar.

Es ist kleiner als ein Salzkorn, hat acht Stummelbeinchen und läuft wie ein verschlafener Bär. Außerdem hat es überlebt, eingefroren, gekocht, mit Strahlung beschossen und im offenen Weltraum ausgesetzt zu werden. Das Bärtierchen ist das zäheste Tier der Welt – und lebt wahrscheinlich im Moos vor deinem Haus.

Bärtierchen (Tardigrada) vs. du

Deine Größe cm170 cm

Steckbrief

Größe
0,1–1,5 mm
0,1–1,5 mm lang
Lebenserwartung
Einige Monate bis 2 Jahre – Jahrzehnte im ausgetrockneten Zustand nicht mitgerechnet
In freier Wildbahn
Unzählige
Unzählige – sie leben auf allen Kontinenten

Schutzstatus

Nicht bewertet – sie sind überall

Superkräfte

  • Giftig : Ist es giftig? Nein
  • Leuchtet : Leuchtet es? Nein – aber mindestens eine Art leuchtet unter UV-Licht blau
  • Lässt Gliedmaßen nachwachsen : Kann es Gliedmaßen nachwachsen lassen? Nein

Systematik

Wissenschaftlicher Name
Tardigrada (a whole group of about 1,300 species)
Klasse
Bärtierchen (Tardigrada)
Erstbeschreibung
1773, durch den deutschen Pastor Johann Goeze

Leben & Familie

Ernährung
Säfte von Moos, Algen und Bakterien – manche jagen andere Bärtierchen
Trächtigkeit
Keine – es legt Eier
Nachwuchs
1–30 Eier auf einmal
Fressfeinde
Winzige Würmer, Milben und größere Bärtierchen

Wo man es findet

Lebensraum
Moos, Flechten, Boden, Seen und Meeresboden
Lebt in
Weltweit – von Berggipfeln bis zum Tiefseeschlamm
In freier Wildbahn
Ja – mit einem Mikroskop und etwas feuchtem Moos
In Zoos
Nein – aber du kannst dir selbst eines im Garten suchen

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Warum ist dieses Tier so ungewöhnlich?

Wird das Leben ungemütlich, kämpft das Bärtierchen nicht – es schaltet ab. Es zieht die Beine ein, verliert fast sein ganzes Wasser und rollt sich zu einem ausgetrockneten Pünktchen zusammen, dem sogenannten Tönnchen. Sein Körper steht praktisch still. Gib Jahre später einen Tropfen Wasser dazu, und es läuft einfach davon.

Warum sieht es so aus?

Ein pummeliger, durchsichtiger Körper, acht Beine mit winzigen Krallen und ein runder Mund wie die Düse eines Staubsaugers. Johann Goeze sah es 1773 unter dem Mikroskop umhertapsen und nannte es „kleiner Wasserbär“. Der Name blieb hängen.

Seltsamstes biologisches Merkmal

Ein eingebauter Schutzschild. Bärtierchen bilden besondere Proteine, die das Innere ihrer Zellen beim Austrocknen in eine Art Glas verwandeln, und ein weiteres Protein, das sich um ihre DNA legt und sie vor Strahlung schützt. Nichts anderes auf der Erde hat genau diesen Werkzeugkasten.

Warum ist es seltsam?

2007 befestigten Forschende Bärtierchen außen an einem Satelliten und setzten sie zehn Tage lang dem offenen Weltraum aus. Keine Luft. Brutale Kälte. Ungefilterte Strahlung. Viele kamen lebend zurück – und legten danach gesunde Eier.

Spannende Fakten zum Verhalten

Die meisten Bärtierchen watscheln ihr Leben lang durch den dünnen Wasserfilm auf Moos, stechen Pflanzenzellen an und saugen sie aus. Trotz ihres Rufs als harte Kerle ist ein aktives Bärtierchen leicht zu töten – seine Superkräfte schalten sich nur im ausgetrockneten Zustand ein.

Rekorde

Es überlebt Temperaturen von fast dem absoluten Nullpunkt (−272 °C) bis etwa 150 °C und Strahlung, die Hunderte Male stärker ist als eine für Menschen tödliche Dosis. 2016 erweckten japanische Forschende Bärtierchen wieder zum Leben, die über 30 Jahre eingefroren waren.

Rundliches Bärtierchen mit Stummelbeinen kriecht über Moos und Blätter

Bärtierchen (Tardigrada): kurze Antworten

Wie findet man ein Bärtierchen?

Einfacher als gedacht. Nimm ein Stück Moos oder Flechte, weiche es ein paar Stunden in Regenwasser oder destilliertem Wasser ein, drück das Wasser in eine Schale aus und schau es unter einem einfachen Mikroskop oder einer starken Lupe an. Halte Ausschau nach langsamen, pummeligen, achtbeinigen „Bären“.

Warum heißt das Bärtierchen auch Wasserbär?

Weil es unter dem Mikroskop mit seinen acht Stummelbeinen tapsig umherläuft wie ein kleiner Bär – und weil es Wasser zum aktiven Leben braucht. Der deutsche Pastor Johann Goeze nannte es 1773 „kleiner Wasserbär“.

Sind Bärtierchen unsterblich?

Nein. Ein aktives Bärtierchen lebt einige Monate bis etwa zwei Jahre und ist recht leicht zu töten. Seine Superkräfte wirken nur, wenn es zu einem ruhenden „Tönnchen“ austrocknet – in diesem Zustand kann es jahrelang warten und wirkt dadurch fast unzerstörbar.

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