Warum ist dieses Tier so ungewöhnlich?
Die „Angelrute“ ist ein Flossenstrahl, der auf die Stirn gewandert ist und an seiner Spitze eine Tasche mit leuchtenden Bakterien trägt. Der Anglerfisch wackelt damit wie mit einem Köder. Kommt etwas nachsehen, schnappen die Kiefer blitzschnell zu.
Warum sieht es so aus?
In der Tiefsee ist Nahrung knapp, also ist ein Anglerfisch so gebaut, dass ihm keine Mahlzeit entgeht: ein riesiges Maul, lange Zähne, die nach innen klappen, und ein Magen, der sich wie ein Ballon dehnt. Manche können Beute schlucken, die doppelt so groß ist wie sie selbst.
Seltsamstes biologisches Merkmal
Der Köder. Nur Weibchen haben einen, und jede Art hat ihre eigene Form – ein bisschen wie ein leuchtendes Namensschild im Dunkeln.
Warum ist es seltsam?
Bei manchen Arten beißt sich das winzige Männchen an einem Weibchen fest und lässt nie wieder los. Sein Körper verschmilzt mit ihrem, ihre Blutkreisläufe verbinden sich, und er schrumpft zu kaum mehr als einem Klumpen, der Spermien produziert. Ein Weibchen kann mehrere Männchen gleichzeitig mit sich herumtragen.
Spannende Fakten zum Verhalten
Anglerfische schwimmen kaum. Sie hängen reglos im Dunkeln, um Energie zu sparen, und lassen den Köder die Arbeit machen. Männchen haben gar keinen Köder – nur riesige Nasenlöcher, um ein Weibchen durch die Schwärze hindurch zu erschnüffeln.
Rekorde
Das Männchen der Art Photocorynus spiniceps ist mit etwa 6 mm ausgewachsen – eines der kleinsten Wirbeltiere, die je gefunden wurden. Ein lebendes Paar wurde erst 2016 zum ersten Mal gefilmt.
