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Die langlebigsten Tiere der Erde
Eine Muschel, die 507 Jahre alt wurde, ein Hai, der vielleicht 400 Jahre lebt, und eine Qualle, die wieder jung werden kann. Das sind die langlebigsten Tiere der Erde.
Ein Menschenleben von 80 Jahren wirkt lang – bis du diese Tiere kennenlernst. Manche leben Jahrhunderte. Manche womöglich Jahrtausende. Und eines kann theoretisch sein Leben von vorn beginnen. Hier sind die langlebigsten Tiere der Erde, von den Rekordhaltern bis zu ein paar überraschenden Verfolgern.
Glasschwämme
Die ältesten Tiere überhaupt sind vielleicht Schwämme. Manche Glasschwämme der Tiefsee wachsen so langsam, dass Forschende ihr Alter auf viele Tausend Jahre schätzen. Das genaue Alter ist schwer zu messen, aber kein anderes Tier kommt auch nur in die Nähe.
Unsterbliche Qualle
Eine winzige Qualle, Turritopsis dohrnii, kann sich bei Verletzung oder Stress wieder in einen jungen Polypen zurückverwandeln und dann noch einmal erwachsen werden. Im Labor kann sie das wiederholen, daher ihr Spitzname „unsterblich“. In freier Natur werden die meisten trotzdem gefressen oder krank.
Islandmuschel
Eine Muschel aus dem Nordatlantik namens „Ming“ war 507 Jahre alt, als sie 2006 gesammelt wurde – das älteste je genau datierte Einzeltier. Sie schlüpfte um 1499.
Grönlandhai
Das langlebigste Wirbeltier. Eine Studie von 2016 schätzte, dass Grönlandhaie mindestens 272 und möglicherweise etwa 400 Jahre alt werden. Sie wachsen etwa einen Zentimeter pro Jahr und pflanzen sich erst mit rund 150 Jahren fort.
Grönlandwal
Das langlebigste Säugetier. In manchen Grönlandwalen fand man alte steinerne Harpunenspitzen, und Untersuchungen ihrer Augen deuten darauf hin, dass sie über 200 Jahre alt werden können.
Seltsam, aber wahrManche Grönlandhaie, die heute schwimmen, wurden wahrscheinlich geboren, bevor es die Vereinigten Staaten gab.
Rauaugen-Drachenkopf
Ein Fisch aus dem Pazifik, der über 200 Jahre alt werden kann – eine der längsten Lebensspannen aller Fische.
Riesenschildkröte
Jonathan, eine Seychellen-Riesenschildkröte auf der Insel St. Helena, soll um 1832 geschlüpft sein. Damit ist er das älteste bekannte lebende Landtier, weit über 190 Jahre alt.
Brückenechse
Ein Reptil aus Neuseeland, das aussieht wie eine Echse, aber zu einer eigenen uralten Gruppe gehört. Brückenechsen (Tuatara) wachsen sehr langsam und werden vermutlich über 100 Jahre alt.
Grottenolm
Dieser blinde Höhlen-Schwanzlurch aus Europa wird schätzungsweise 100 Jahre oder älter – außergewöhnlich für ein Tier seiner Größe. Der Grottenolm spart so gut Energie, dass er jahrelang ohne Futter überleben kann.
Quastenflosser
Eine Studie von 2021 über Wachstumsringe in seinen Schuppen deutet darauf hin, dass der Quastenflosser etwa 100 Jahre alt werden kann. Geschlechtsreif wird er erst mit rund 55, und seine Schwangerschaft dauert womöglich fünf Jahre.
See-Stör
Ein nordamerikanischer Fisch, der urzeitlich aussieht und über 150 Jahre alt werden kann.
Nacktmull
Ein Nagetier, das über 30 Jahre alt wird – etwa zehnmal älter als eine gleich große Maus. Der Nacktmull bekommt außerdem fast nie Krebs.
Das Geheimnis eines langen Lebens scheint zu sein: an einem kalten Ort leben, sich langsam bewegen und nichts überstürzen.
Was haben langlebige Tiere gemeinsam?
- Kaltes Wasser oder ein langsames Leben: Ein langsamer Stoffwechsel bedeutet langsames Altern.
- Späte Reife: Viele pflanzen sich erst nach Jahrzehnten fort.
- Wenige Räuber: Tiere, die selten gefressen werden, können es sich leisten, langsam zu altern.
- Gute Reparatur: Manche, wie der Nacktmull, sind ungewöhnlich gut darin, Schäden an ihren Zellen zu beheben.
Mehr über Grottenolm und Axolotl und in unserer Sammlung Extreme Überlebenskünstler.
Quellen
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