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Koboldhai über dem Tiefseeboden mit langer, abgeflachter Schnauze, vorstehenden Kiefern mit Nadelzähnen und blassrosa Körper

Koboldhai: Der Hai mit dem Katapult-Kiefer

Mitsukurina owstoni

Kiefer, die aus dem Gesicht schießen

Eine lange, klingenförmige Schnauze, schlaffe rosa Haut und ein Maul, das wie eine Steinschleuder nach vorn schießt. Der Koboldhai sieht aus wie eine Requisite aus einem Horrorfilm und lebt so tief, dass die meisten Menschen nie einem begegnen werden. Seit der Zeit der Dinosaurier hat er sich kaum verändert.

Koboldhai vs. du

Deine Größe cm170 cm

Steckbrief

Größe
3–4 m
Meist 3–4 m (10–13 ft); ein Riese wurde auf etwa 6 m (20 ft) geschätzt
Gewicht
~210 kg
Bis etwa 210 kg (460 lb)
In freier Wildbahn
Unbekannt

Schutzstatus

  1. Nicht gefährdet (dieses Tier)
  2. Potenziell gefährdet
  3. Gefährdet
  4. Stark gefährdet
  5. Vom Aussterben bedroht
  6. In der Natur ausgestorben
  7. Ausgestorben

Nicht gefährdet

Superkräfte

  • Giftig : Ist es giftig? Nein
  • Leuchtet : Leuchtet es? Nein
  • Lässt Gliedmaßen nachwachsen : Kann es Gliedmaßen nachwachsen lassen? Nein – aber er ersetzt sein Leben lang die Zähne

Systematik

Wissenschaftlicher Name
Mitsukurina owstoni
Klasse
Knorpelfisch (Hai)
Erstbeschreibung
1898, durch David Starr Jordan

Leben & Familie

Ernährung
Fische, Kalmare und Krebstiere
Nachwuchs
Unbekannt – ein trächtiges Weibchen wurde noch nie gefunden

Wo man es findet

Lebensraum
Tiefe Hänge und Unterwasserberge, meist 250–1.300 m (820–4.300 ft) tief
Lebt in
Vereinzelte Nachweise aus allen großen Ozeanen – am häufigsten vor Japan
In freier Wildbahn
Nein
In Zoos
Nein – die wenigen lebend gefangenen starben innerhalb von Tagen

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Warum ist dieses Tier so ungewöhnlich?

Seine Kiefer sind nicht fest verankert. Kommt Beute nah heran, schießen sie mit etwa 3 Metern pro Sekunde weit aus dem Gesicht nach vorn und schnappen dann zurück. Fachleute nennen das Katapult-Fressen. Es ist der schnellste Kiefertrick aller Haie.

Warum sieht es so aus?

Die lange, flache Schnauze ist voller Sensoren, die die schwachen elektrischen Felder lebender Beute wahrnehmen. Und die rosa Farbe ist kein Farbstoff – die Haut ist durchsichtig, man sieht also das Blut darunter.

Seltsamstes biologisches Merkmal

Diese Katapult-Kiefer, gehalten von dehnbaren Bändern wie eine gespannte Armbrust.

Warum ist es seltsam?

Er ist ein miserabler Schwimmer. Kleine Flossen und ein weicher, schlaffer Körper bedeuten, dass er meist treibt und auflauert – den Sprint überlässt er den Kiefern.

Spannende Fakten zum Verhalten

Fast alles, was wir wissen, stammt aus Zufallsfängen. 2003 sollen vor Taiwan in kurzer Zeit mehr als hundert Koboldhaie in Netzen gelandet sein – warum sie sich dort sammelten, weiß niemand.

Rekorde

Er ist das letzte überlebende Mitglied einer Haifamilie, die etwa 125 Millionen Jahre alt ist.

Rosa Koboldhai mit langer Schnauze und vorgeschobenen Kiefern in der Tiefsee

Koboldhai: kurze Antworten

Ist der Koboldhai für Menschen gefährlich?

Nein. Koboldhaie leben viel zu tief, um Schwimmern oder Tauchern zu begegnen, und es ist kein einziger Angriff auf einen Menschen bekannt. Fast jeder Koboldhai, den Menschen gesehen haben, wurde zufällig in Fischernetzen gefangen.

Warum heißt er Koboldhai?

Wegen seines unheimlichen, „koboldhaften“ Aussehens mit der langen Schnauze und den hervorschnellenden Kiefern. Der Name geht auf das japanische Fabelwesen Tengu zurück, eine Art Kobold mit langer Nase.

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