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Fische, die laufen: 9 Fische, die lieber laufen als schwimmen
Manche Fische machen sich nicht die Mühe zu schwimmen. Sie laufen über den Meeresboden, klettern Wasserfälle hinauf oder überqueren sogar trockenes Land. Lerne neun Fische kennen, die laufen.
Fische schwimmen. Das weiß jeder. Doch manche Fische haben das offensichtlich nicht mitbekommen. Sie laufen auf ihren Flossen über den Meeresboden, rutschen über Land von einem Teich zum nächsten oder klettern sogar Wasserfälle hinauf. Hier sind neun Fische, die laufen – und warum das für sie sinnvoll ist.
Rotlippen-Fledermausfisch
Der bekannteste laufende Fisch. Der Rotlippen-Fledermausfisch von Galápagos ist ein schlechter Schwimmer, also stützt er sich auf seine steifen Brust- und Bauchflossen und läuft über den Meeresboden, auf der Jagd nach kleinen Krebsen und Würmern. Die knallroten Lippen sind nur ein Bonus.
Anglerfisch-Verwandte: Fühlerfische
Fühlerfische sind knubbelige, bunte Anglerfische, die an Riffen leben. Mit ihren armartigen Brustflossen klettern sie über Felsen und Korallen, ein bisschen wie eine langsame Kröte, dann sitzen sie still und warten, bis Beute ihrer Angel nahe kommt.
Handfisch
Diese kleinen Fische aus den Gewässern um Tasmanien laufen auf Flossen, die wie Hände aussehen. Die meisten sind sehr selten. 2020 wurde der Glatte Handfisch für ausgestorben erklärt – einer der ersten Meeresfische, deren Verschwinden in der Neuzeit bekannt ist.
Epaulettenhai
Ein kleiner Hai vom Great Barrier Reef, der bei Ebbe auf seinen Flossen zwischen Gezeitentümpeln läuft. Er kann eine Weile in sehr sauerstoffarmem Wasser überleben, was ihm hilft, dort zu jagen, wo andere Räuber nicht hinkommen.
Seltsam, aber wahrDer Epaulettenhai kann aus dem Wasser und über trockengefallenes Riff von einem Tümpel zum nächsten laufen, indem er sich wie eine Eidechse auf seinen Flossen schlängelt.
Schlammspringer
Schlammspringer verbringen mehr Zeit außerhalb des Wassers als darin. Sie „hüpfen“ auf ihren Brustflossen über Watt und Schlamm, atmen über Haut und Mundschleimhaut und halten ihre Kiemen mit einem Maul voll Wasser feucht.
Knurrhahn
Knurrhähne haben unter den Brustflossen sechs beinartige Strahlen, mit denen sie über den Meeresboden laufen. Eine Studie von 2024 zeigte, dass manche mit diesen Beinen sogar schmecken können und vergrabenes Futter über Tastsinn und Chemie aufspüren.
Kiemensackwels
Ein asiatischer Wels, der sich über Land von einem Teich zum nächsten schlängeln kann, mit seinen stacheligen Brustflossen schiebt und dabei Luft atmet. In den 1960er-Jahren wurde er in Florida eingeschleppt, wo er heute ein unerwünschter Eindringling ist.
Höhlen-Engelsfisch
Dieser blinde, blasse Fisch lebt in Höhlen in Thailand und klettert Wasserfälle hinauf, indem er sich mit den Flossen an Felsen festhält und nach oben läuft, wie ein Salamander. Sein Becken ist eher wie das eines Vierbeiners gebaut als wie das eines normalen Fischs.
Flösselhecht
Ein urtümlicher afrikanischer Fisch mit Lungen. In einem berühmten Experiment zogen Forschende Flösselhechte an Land auf, und die Fische wurden bessere Läufer – sowohl ihre Bewegungen als auch ihr Skelett veränderten sich. Das liefert Hinweise darauf, wie die ersten Fische an Land gekrochen sein könnten.
Vor etwa 375 Millionen Jahren begann ein Fisch, der im flachen Wasser lief, einen Stammbaum, der bei dir endet.
Warum laufen manche Fische?
- Um Energie zu sparen: Langsam über den Grund zu laufen kostet weniger als Schwimmen, vor allem für Lauerjäger.
- Um sich anzuschleichen: Ein Fisch, der kriecht, fällt weniger auf als einer, der schwimmt.
- Um zwischen Gewässern zu wechseln: Über Land zu gehen, lässt manche Fische neue Teiche finden oder austrocknenden entkommen.
- Weil sie müssen: In Höhlen, Gezeitentümpeln oder schnellen Bächen ist Laufen manchmal die einzige Art, voranzukommen.
Laufende Fische erzählen uns auch etwas über unsere eigene Geschichte. Die Fleischflosser-Vorfahren von Quastenflosser und Lungenfisch waren die ersten Wirbeltiere, die an Land gingen. Jedes Tier mit Beinen, vom Frosch bis zum Menschen, stammt von ihnen ab.
Quellen
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